La Paz, Boliviens Hauptstadt

Als wir am Flughafen El Alto ankamen, übrigens der höchste Flughafen der Welt auf über 4.000m, war uns etwas mulmig zu mute, denn um in die Stadt hinunter ins Tal zu kommen braucht man noch eine Stunde per Taxi. Unser eigentlich vorab organisiserter Abholservice kam nicht und so langsam wurde es dunkel. Dann gehen einem die ganzen Geschichten durch den Kopf die man zuvor von anderen Reisenden gehört hat wie z.B.: meine Freundin steigt in La Paz in ein Taxi ein, Taxifahrer zieht eine Pistole und schwups ist alles weg!
Nach 30 Minuten warten hatten wir keine andere Wahl mehr als uns ein offiziell aussehendes Taxi zu nehmen und unser Glück zu versuchen. Und wie erwartet lief alles bestens, selbst beim Preis wurden wir nicht veräppelt! Die Geschichten im Internet sind halt fast immer traurige Einzelfälle…

Insgesamt sind die Geschichten die man so über La Paz hört meistens eher schlecht…aber uns hat es gefallen. Es ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, die echt interessant sind.
Wir erkundeten die Stadt zu Fuß, mit Collectivos (öffentliche Busse die kreuz und quer durch die Stadt fahren und man ein- und aussteigt wie man möchte) oder mit der Seilbahn (Hightech-Gondeln aus Österreich), hier entsteht gerade das grösste öffentliche Seilbahnnetz der Welt, als Ersatz zu Staßen- und U-Bahnen. Eine gute Lösung um die Höhenunterschiede von fast 1000 m innerhalb der Stadt zu überwinden, denn der Stadtkern liegt in einem Talkegel, welcher von bebauten umliegenden Hängen umgeben ist: Die höheren Stadtteile erreicht man immer noch schlecht und es ist dort gleich viel kälter, so ist es anders als bei uns, oben an den Hängen mit tollen Ausblicken wohnen die Armen und weiter unten im Tal, da wo der Smog steht und wenn es regnet die Straßen in reissende Bäche verwandelt,  wohnen die Reichen da das Klima unten wesentlich angenehmer ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.